Wasserwerte spielen im Aquarium eine sehr wichtige Rolle. Ist zum Beispiel der pH-Wert zu hoch, wird Ammoniak (hochgiftig) statt Ammonium (nicht giftig) gebildet. Wir haben für Sie eine Liste von den verschiedenen Wasserwerten zusammengestellt. Bestimmte Fischarten benötigen manchmal besondere Wasserwerte. Fragen Sie dazu bitte ihren Fachhändler.
Gesamthärte (GH): Die Gesamthärte wird durch die Konzentration von Calcium- und Magnesiumsalzen bestimmt. Bei einem hohen Anteil bezeichnet man das Wasser als hart, bei niedrigem Gehalt als weich. Sie beeinflusst die organischen Funktionen aller Lebewesen im Wasser. Der optimale Wert liegt zwischen 6 und 16 °dGH (deutsche Gesamthärte)
Karbonathärte (KH): Die Karbonathärte zeigt den Anteil von Hydrogenkarbonaten, die in fast jedem Wasser vorkommen. Sie haben die Aufgabe, starke und schnelle Veränderungen zu verhindern. Das bedeutet dass der KH-Wert das Wohl der Fische beeinflusst. Der optimale Wert liegt zwischen 5 und 10 °dKH.
Säuregrad (pH-Wert): Der pH-Wert zeigt an, ob das Wasser sauer (<7) neutral (7) oder alkalisch (basisch) (>7) reagiert. Der pH-Wert hängt direkt von der Karbonathärte und dem Kohlenstoffdioxidgehalt (CO2) ab. Der optimale Wert liegt zwischen 6 und 7.
Ammonium (NH4)/ Ammoniak (NH3)/ Nitrit (NO2)/ Nitrat (NO3): Durch Ausscheidungen der Fische sowie durch Pflanzen- und Futterreste gelangen in jedem Aquarium Stickstoffverbindungen in das Wasser, die über aufeinander folgende Stufen abgebaut werden müssen. Zunächst entsteht das giftige Ammoniak oder das ungiftige Ammonium. Dies hängt vom pH-Wert ab. Bei einem pH-Wert über 7 wird Ammoniak (hochgiftig) gebildet, während bei einem PH-Wert unter 7 Ammonium (ungiftig) gebildet wird. Bei empfindlichen Fischen kann bereits ein geringer Ammoniakgehalt über längere Zeit schädlich wirken. Die Bakterien der Gattung Nitrosomonas bauen Ammoniak bzw. Ammonium zu Nitrit ab. Nitrit ist leider ebenfalls sehr giftig. Hohe Werte können langfristig schädigend oder sogar tödlich sein. Nitrit wird von den Filterbakterien der Gattung Nitrobacter zu Nitrat abgebaut. Nitrat ist ein Pflanzennährstoff, der aber auch das Algenwachstum fördern kann. Der optimale Wert liegt bei allen Werten außer Nitrat bei 0 mg/l. Bei Nitrat darf der Wert maximal 20 mg/l betragen.
Eisen (Fe): Eisen ist einer von vielen wichtigen Pflanzennährstoffen. Der Eisengehalt sollte nicht zu niedrig, aber auch nicht zu hoch sein, was den Fischen schaden würde. Der optimale Wert liegt zwischen 0,5 bis 1,0 mg/l.
Sauerstoff (O2): Sauerstoff ist für alle Lebewesen im Aquarium lebenswichtig. Während der Nacht benötigen auch Pflanzen geringe Mengen Sauerstoff. Sauerstoffmangel führt zu Atemnot und Erstickung von Fischen und anderen Lebewesen im Aquarium! Der optimale Wert liegt über 4 mg/l.
Kohlenstoffdioxid (CO2): Kohlenstoffdioxid ist für alle Pflanzen ein wichtiger Nährstoff. Bei zu wenig CO2 verkümmern die Pflanzen. Der optimale Wert liegt zwischen 10 bis 40 mg/l, bei empfindlichen Fischarten bis 20 mg/l.
Kupfer (Cu): Kupfer ist für alle Lebewesen im Aquarium sehr giftig. Kupfer kann durch Leitungswasser oder durch kupferhaltige Heilmittel ins Aquarium gelangen. Ein Kupfergehalt von 1,0 mg/l ist bereits für alle Lebenswesen im Aquarium tödlich. Der optimale Wert liegt bei 0 mg/l.
Phosphat (PO4): Phosphat übernimmt wichtige Funktionen beim Stoffwechsel aller Aquarienbewohner. Zu hohe Phosphatwerte entstehen durch zu viele Fische, Futter mit Phosphat und Dünger mit Phosphat. In Verbindung mit hohen Nitratwerten führt zu viel Phosphat zu einem starken Algenwachstum. Der optimale Wert liegt bei 0,5 mg/l.
Chlor (Cl): Chlor ist oft im Leitungswasser enthalten und gelangt bei Neueinrichtung oder einem Wasserwechsel in das Aquarium. Chlor wirkt bereits in geringer Dosis auf die Fischschleimhäute ätzend. Außerdem vermindert es den Schadstoffabbau im Filter, da es viele nützliche Bakterien reduziert. Der optimale Wert liegt bei 0 mg/l.
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